Samstag, 8. Oktober 2011

Pontinische Inseln

Ein eher unbekannte Gegend,im westlichen Mitelmeer, sie gehört zur Provinz Latina in der Region Latium. Sie besteht aus den Inseln Ponza (namensgebend für die Inselgruppe und Hauptort), Gavi, Palmarola und Zannone im Westen und den Zwei ca. 20 Seemeilen entfernten Inseln Ventotene und St. Stefano

Wir haben die Pontinischen Inseln, insbesonders die Insel Ponza,  im Sommer 2010 kurz kennen gelernt und wussten sofort da wollen wir wieder hin.

 Mitte Juni 2011 können wir unseren Plan in die Tat umsetzten und verbringen 11 wundervolle Tage auf Ponza, den umliegenden Inseln und auf dem unendlich klaren Meer.  Das Wandern kommt zu kurz, denn Sonneneinstrahlung sowie die Temperaturen sind am Nachmittag schon ganz beachtlich.
Die Begegnungen mit Mensch und Land haben uns stark beeidruckt,  eine symphatischen Inselkutur der besonderen Art haben wir hir kennen gelernt.
 Die Anreise ist nur mit dem Schiff möglich und gestaltet sich ein wenig aufwendig. Flug nach Rom Fiumicino, Transfer nach Rom Termini, Bahn nach Formia und Fähre oder Tragflügelboot zur Insel. (Toll wäre es, wenn die tirekte Boots Verbindung Fiumicino-Ponza wieder aktiviert würde)

Insel Ponza

 Ein klassischer Blick auf den Hauptort und Hafen der "Isola die Ponza", Ponza.
Die Insel hat die Form einer Sichel, die sich von Süden über sieben Kilometer in nordöstliche Richtung erstreckt. Die zwischen 200 und 2300 Meter breite Insel hat eine Fläche von 7,3 Quadratkilometern. Auf der Insel leben etwa 3300 Menschen, die meisten davon im Hauptort Ponza im Südosten der Insel und in Le Forna an der Westseite.


Wir logieren mitten in Ponza im Hotel Marie, gleich vor dem Hoteleingang pulsiert das leben der Hauptgasse.



Der Blick von der Terrasse ist berauschen, da ist der lebendige Hafen und  gleich unter uns die flanierenden Menschen in der Hauptgasse.

Und gerne schweift der Blick in südliche Richtung zu den bekannten Stränden und Formationen der "Sichel Innenseite" (Spiaggia di Frontone, Punte Bianco, Cala del Care, Cala Schiavone, Cala Caetano usw.).

Mit einem Schwenker ist die Spitze der "Sichel" sichtbar mit der  "Isola di Cavi",  im Hintergund die "Isola di Zannone" zu erkennen, vorne im Bild der "Scoglio Rosso"

Die Insel Palmarola

Die Insel Palmarola ist die zweitgrösste Insel innerhalb des  Archipels der Pontinischen Inseln. Palmarola befindet sich etwa 10 km westlich der Hauptinsel Ponza und  besitzt eine Fläche von 136 Hektar. Die Maximalhöhe liegt auf dem Monte Guarniere, welcher sich 249 Meter über den Meeresspiegel erhebt.

Die Insel stellt ein Naturschutzgebiet dar und ist nur während der Sommermonate bewohnt.
 Das kristalklare Wasser lät zum ausgiebigen Schwimmen ein.


   Manche skurile Erscheinung gilt es hier zu bestaunen...


.. und wieder und wieder zeigen sich neue Bilder



Zu den Sehenswürdigkeiten zählt  die Grotte "Grotta di Mezzogirono" in die wir mit dem Boot einfahren können.

Speziell inposannt zeigt sich die Felsformation  "La Cattedrale"


Eine Insel, wie es im Buche steht und bei jedem Besuch wieder neue Facetten zeigt.

Insel Zannone

Wild und ursprünglich zeigt sich die Insel Zannone.
Die Insel ist die drittkleinste der Gruppe und misst nur rund 0,9 Quadratkilometer. Die höchste Erhebung ist der 194 m hohe Monte Pellegrino, auf dem die Forstverwaltung eine Station und eine kleine Ausstellung unterhält.
Die Insel liegt nordöstlich der Hauptinsel Ponza und ist bis auf die Famile des Forstwartes unbewohnt.   Seit 1979 ist die Insel Zannone ein des Naturschutzgebietes "Parco nationale del Circeo", bei unserem Besuch hatten die Möven gerade Junge und die Elterntiere haben uns ganz schön in die Flucht getrieben.

Auf der Insel befand sich im 12. Jahrhundert das Zistenzienser  Kloster "Santo Spirito di Zannone", das aber kurz vor dem Ende dieses Jahrhunderts auf das Festland verlegt wurde. Heute ist die Insel unbewohnt.

 Die Insel ist ein Zugvogelstützpunkt. Sie beherbergt verschiedene Falkenarten. Daneben kommen Reptilien und Insekten vor. In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde das Mufflon eingeführt.

Schutzpatron San Silvester


Der Schutzpatron der Insel Ponza, St. Silvester wird  am 20. Juni  eindrücklich gefeiert. ein weiters Namensfest findet am 2. Dezember statt.
St. Silverius soll am 2. Dezember oder 20. Juni 537 auf Ponza verstorben sein. Er war von Juni 536 bis zum 11. November 537 Bischof von Rom und als er in Ungnade viel wurde er auf Ponza verbannt, wo er auch verstorben sein soll.

Die Gassen sind reich geschmückt und bereits am Vorabend sind Böllerschüsse zu hören und eine Blaskapelle ziert durch die engen Gasen.
Am 20. Juli werden alle Schiffe, die in den Hafen von Ponza einfahre, mit drei sehr lauten Böllerschüssen begrüsst und die Schiffen antworten mit langem Hupen.

In einer festlichen Prozession wird die Statue des St. Silvesters duch die Strassen getragen, Gebete und Blasmusik geben Geleit.
Wehr nicht aktiv an der Prozession teilnimmt, bildet  Spalier für die Prozession an den Strassen ...


... oder auf Schiffen im Hafen.

 Nach über einer Stunde Rundgang zieht die Prozession in Richtung Leuchtturm.


 Dort wird die Statue auf ein reich geschmücktes Fischerbot getragen ...

  .. und  die Prozession zieht zu Schiff, mit Begleitung vieler Boote, aufs offene Meer.




Den Abschluss des Tages, zu Gedenken an St. Silvester,  bildet ein gigantisches Feuerwerk zu Mitternacht.

Nordwestlich von Ponza

Vom Hafen in Ponza in nördlicher Pichtung sind unmittelbar die Pilatusgrottten, hir soll der Kaiser Augustinus schon Fische gezüchtet haben.
 "Punta della Madonna" mit dem darüberliegenden Friedhofsbauten, es lohnt sich diese eindrückliche Anlage auch zu Fuss zu besuchen 

Weiter tuckern wir zu den den Faraglioni "della Madonna Rhophus"

Vorbei an der  "Parata degli Scotti"

 Die mit den herrlichen Formationen die immer wieder neue Einblicke gewährt. 
 
 Verschiedene Grotten sind zu bewundern....
 ... im tiefblauem Wasser, das immerzu zum Schwimmen reizt.

 Ein kurzer Blick in die Bucht "Bagna Vechia" 
und direkt auf die Faraglioni "die Calcone Muto" zu


Unter dem "Monte Guardia" mit seinen 279 m, führt ein Fussweg zum "Leuchtturm Punte Cuardia"

Und wir erreichen "Punta dela Cuardia" mit seinem Leuchturm, an der nördlichen Spitze der Insel von Ponza, eine einmalige Tour mit herrlichen Eindrücken

Der Ostseite entlang

Vom "Punta della Guardia", der Nordspitze der Insel Ponza, in südliche Richtung erscheinen zuerst rechts auf einer Terrasse die Rebberge von "Fiena" wo der Inseleigene Wein angebaut wird und geradeaus zeigt sich der "Campo Bianco"

Und dann der überraschende Blick auf "Spiaggia di Chiaia di Luna", im Sommer ein begehter Badeplatz der mit einem Tunell mit Ponza-Hafen verbunden ist.

Felsformationen vom Feinsten

 Die Auswahl an Bildern fällt schwer

Dazwischen immer wieder herrliche Einblicke in verschiedene Grotten

Eine Fahrt zum Geniessen...

 .... und Staunen

Gelegenheiten zum Tauchen und Schwimmen in Glasklarem Wasser sind immer wieder gegeben.

Ganz allmählich erreichen wir die südlichste Spitze am "Punta dell Incenso",
die kleine "Isola die Cavi", ist dabei zum Greifen nah.

 Zu Teil 2:  "Pontinische Inseln"